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Geschichte

Der Musikverein Luttingen (MVL), der im Jahr 2010 sein 100-jähriges Jubiläum feiert, wurde am 18. September 1910 von sechs musikfreudigen Männern gegründet. Sie haben sich „die Erlernung und Pflege der Musik“ zum Ziel gesetzt. Es waren folgende Gründungsmitglieder:


Wilhelm Erne und Berthold Müller aus Luttingen, die Grunholzer August Leber, Emil Ücker und Franz Leber sowie der Hauensteiner Albert Unterzuber.


Nun begann für die Gründer des Musikvereins die Arbeit. Ein Probelokal stand damals noch nicht zur Verfügung. Durch eine persönliche mündliche Überlieferung erfuhr der Chronist, dass das Proben und Einüben der Musikstücke – wohl über eine lange Zeit hinweg – im Wohnzimmer des Dirigenten und 1. Vorstandes, Wilhelm Erne, stattgefunden hat.


Der Anfang war sehr schwer, da kein Geld vorhanden war. Am Sonntag dem 25. Oktober 1910, spielte der Musikverein die bisher erlernten Musikstücke im Gasthaus "Zum Engel". Dort war eine Spendenliste ausgelegt. Es waren die Bürger von Luttingen, die wie die schriftlichen Aufzeichnungen berichten, viel gespendet haben. 


Doch nur vier Jahre bis zum Kriegsausbruch 1914 bestand der Verein. Im Ersten Weltkrieg starben für das Vaterland das Gründungsmitglied und Dirigent des Vereins Wilhelm Erne, ferner die Vereinskammeraden Andreas Bächle, Johann Maier, Otto Müller und Theodor Bögle. Sie alle stammten aus Luttingen. Am 15. Dezember 1918 nahm der Musikverein seine Tätigkeit wieder auf. 


In der Generalversammlung am 30. Dezember 1939 wurde beschlossen, dass der Musikverein seine Tätigkeit wegen des bereits ausgebrochenen Krieges einstellt. In diesem zweiten Weltkrieg sind sechs aktive Mitglieder des Vereins gefallen, nämlich Rudolf Waßmer, Lukas Wiederkehr, Hermann Bäumle, Karl Denz, Richard Weber und Friedrich Matt. Als vermisst gelten bis auf den heutigen Tag die Aktivmitglieder Rudolf Ruch, Josef Eschbach und Friedrich Meier. 


Am 12. Dezember 1948, also 9 Jahre nach der Tätigkeitseinstellung des Musikvereins Luttingen, gingen einige beherzte Mitglieder auf Anregung des früheren Mitglieds Jakob Eschbach daran, den Musikverein neu ins Leben zu rufen. Man traf sich am 18. Dezember 1948 im Gasthaus Engel wieder, wohin alle Instrumente mitgebracht wurden. Der ernannte Vorstand Josef Hauser und der ernannte Dirigent Josef Müller verteilten die Instrumente, um am Weihnachtstag in der Kirche spielen zu können. 


Dank der Bevölkerung der gesamten Kirchspielgemeinde erhielt der MVL im Juli 1954 die ersten schmucken Uniformen. Diese wurden am 29. und 30. Mai 1954 bei einem großen, schönen Maifest eingeweiht. 


Die Wiedervereinigung Deutschlands wurde auch in Laufenburg am 3. Oktober 1990 mit einem Festakt in der Rappensteinhalle gefeiert. Zum Abschluß der Veranstaltung spielten alle Laufenburger Blasmusikvereine die deutsche Nationalhymne. 


Heute, 107 Jahre später, probt der Musikverein in seinem eigenen Probelokal im Untergeschoss der Luttinger Grundschule. Die meisten Musiker spielen mittlerweile auf ihren eigenen Instrumenten, aber auch der Verein hat mehrere zur Verfügung, um neu beitretenden Musikern das Mitspielen zu ermöglichen. 


Im August 2016 kam es zu einer umfangreichen Renovierung des Probelokals, sodass die eigenen vier Wände der Musiker in einem neuen, passend zur Uniform strahlenden blau gestaltet wurden.


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